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Zum Familiengottesdienst am Ostersonntag, 17.5.2020...

Gottesdienst für Zuhause

zum Sonntag Exaudi – 24. Mai 2020

Text: Psalm 27 / Epheser 3,14-21

„Höhe x Breite x Tiefe“

aufgenommen in der Inselkirche am 23.5.2020

Inselpastor Christian Neumann
Hauptstraße 13 – 26465 Langeoog
Tel.: 04972- 9 22 44 9
eMail: kg.langeoog@evlka.de

  • 00:00“ Glockenläuten
  • 00:46“ Musik zum Eingang (Au bord de l`eau von G. Fauré)
  • 01:46“ Worte zum Eingang
  • 05:25“ Psalm 27 (EG 714 – im Wechsel gesprochen)
  • 06:45" Lied: freiTöne 118,1-3 Weil der Himmel bei uns wohnt
  • 09:37“ Ansprache (Epheser 3,14-21)
  • 22:50“ Lied: EG 501, 1-3 Wie lieblich ist der Maien
  • 25:10“ Vaterunser
  • 26:00“ Segen
  • 26:26“ Musik zum Ausgang (Csárdás von Emil Cossetto)

Mitwirkende:

  • Inselpastor Christian Neumann
  • Inselkantorin Noémi Rohloff (Orgel)
  • Klarinette Gert Lüken
  • Küster Dominique Seifert (Kamera)
Musik zum Eingang (Au bord de l`eau von G. Fauré)
Worte zum Eingang

Der Friede des Herrn sei mit uns allen. Amen.
Herzlich willkommen zum „Gottesdienst für Zuhause“
aus der Inselkirche zum Sonntag Exaudi.

Nach Himmelfahrt und vor Pfingsten, ist Christus sozusagen hin und weg. Und die Gemeinde steht da und blickt zum Himmel und hofft, dass Gott dennoch da ist und hört. „Exaudi“ – „Herr, höre, wenn ich rufe“, wie es im Psalm des Sonntags heißt.
Gerade jetzt fragen viele nach dem Glauben, nach Gott im persönlichen Leben. Was gibt meinem Tag die Tiefe? Was lässt mein Herz höherschlagen?

Und wir drehen im Gottesdienst die Bitte „Exaudi“ gleichsam um: Hören wir noch, was Er uns zu sagen hat?
Ist seine Stimme im breiten Gewirr der Welt bei uns da?
Im Verlauf des Gottesdienstes werden wir heute darum mal einen Perspektivwechsel vornehmen.

Für den inzwischen 10. Gottesdienst für Zuhause sind wir wie bisher hier zusammen: Kantorin Noémi Rohloff an Orgel und Piano, Küster Dominique Seifert hinter der Kamera und ich, Christian Neumann. Und ich freue mich besonders, dass heute Gert Lueken mit der Klarinette unseren Gottesdienst bereichert.
Wir sind versammelt mit Euch an den unterschiedlichen Orten. Zur besonderen Zeit. Im Glauben.

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten fragen wir nach Himmel und Erde, in den Höhen und Tiefen
nach der größeren Dimension unseres Lebens,
im verwirrenden Strom der Zeit nach Gottes langem Atem für uns.
Lasst uns diesen Gottesdienst feiern im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 27 (Psalm des Sonntags Exaudi)

Der Herr ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist meines Lebens Kraft;
vor wem sollte mir grauen?
Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe;
sei mir gnädig und erhöre mich!
Mein Herz hält dir vor dein Wort:
»Ihr sollt mein Antlitz suchen.«
Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,
verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!
Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht
und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,
aber der Herr nimmt mich auf.
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde
die Güte des Herrn im Lande der Lebendigen.
Harre des Herrn!
Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.

Lied: freiTöne 118,1-3 Weil der Himmel bei uns wohnt

1. Wenn Glaube bei uns einzieht, / öffnet sich der Horizont. / Wir fangen an zu leben, / weil der Himmel bei uns wohnt. / Wenn Glaube bei uns einzieht, / öffnet sich der Horizont. / Wir fangen an zu leben, / weil der Himmel bei uns wohnt.
2. Wenn Liebe bei uns einzieht, / öffnet sich der Horizont. / Wir fangen an zu leben, / weil der Himmel bei uns wohnt. / Wenn Liebe bei uns einzieht, / öffnet sich der Horizont. / Wir fangen an zu leben, / weil der Himmel bei uns wohnt.
3. Wenn Hoffnung bei uns einzieht, / öffnet sich der Horizont. / Wir fangen an zu leben, / weil der Himmel bei uns wohnt. / Wenn Hoffnung bei uns einzieht, / öffnet sich der Horizont. / Wir fangen an zu leben, / weil der Himmel bei uns wohnt.

Predigt „Länge x Breite x Höhe“

I. Wasserturm: Der Höhenblick über Länge und Breite
Für diesen Moment des Gottesdienstes sind wir aus der Inselkirche heraus auf das Wahrzeichen Langeoogs gegangen: den Wasserturm. Der höchste Punkt der Insel, 33 Meter üNN. Dem Himmel ein Stück näher, kann man das ganze Dorf überblicken, ja sogar die ganze Insel in der Breite und Länge. Und nicht zuletzt sieht man auch wunderbar über den Strand bis weit zum Horizont.
Hier oben hört man einen Bibeltext noch einmal mit ganz anderen Ohren:
„Ich beuge meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, (und bitte ihn) dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist am inneren Menschen,
so dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.
So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist,
und die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.“

II. Die große Erfüllung
„Heller als tausend Sonnen“ strahlt Gottes Licht.
Stärker als tausend Stürme wirkt Gottes Kraft.
Unerschöpflicher als tausend Brunnen strömt Gottes Fülle.

Darin können wir alle Erfüllung finden. Die im Dunkeln leben, sehen dann Licht. Die Müden, die Ausgelaugten gewinnen Kraft. Leere Kirchen, leere Kassen, leere Herzen geraten in den Überfluss des wahren Lebens.
Und wir können ermessen, welche Dimensionen für unser Leben wirklich wichtig sind.

III. Das Leben vermessen
Das neue Maß sind ein Meter fünfzig. Ganz eindimensional. Abstand halten ist wichtig. Unsere ganze Welt, den ganzen Alltag haben wir ausgemessen und abgesteckt. Sogar die Inselkirche ist damit markiert.
Und diese Distanz zu wahren, ist uns schon in Fleisch und Blut übergegangen.
Wir haben das Leben vermessen, um das Leben zu schützen. Die Flugweite von Aerosolen hält uns von einander fern. Unsere Beziehungen und Begegnungen sind unter den Verdacht der Ansteckungsgefahr geraten.
Wir haben alles ausgemessen und bleiben auf der Suche nach dem rechten Maß.
Nach Himmelfahrt, vor Pfingsten nimmt uns der Text mit zu einer Lebenskraft, die uns wirklich inspiriert, zum Lebensatem, der uns ganz erfüllt, zu der Dimension unseres Lebens, die wir nie so ganz durschreiten können.
Wie kommen wir heute ganz nah an die Fülle des Lebens?

IV. Bitten – für andere.
„Ich beuge meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden.“
Der Weg zu Gott, der Weg in die Herrlichkeit des Himmels fängt an auf der harten Erde. Diesen Vers beim Wort genommen, muss ich sogar sagen: Niemand kann den Weg von sich aus beginnen. Keiner kann die himmlische Kraft für sich selber erflehen. „Ich beuge meine Knie für euch“ – heißt es ganz lapidar.

Natürlich können wir in den Krisen und in den Alltagssorgen unserer Lebensgeschichte durchaus für uns selber bitten. Aber in der entscheidenden Lebensbewegung, bei der Annäherung an die unendliche, unerschöpfliche Fülle Gottes sind wir darauf angewiesen, dass andere unsere Fürsprecher sind.

Darin steckt auch eine Begrenzung. So vieles gebrauchen wir für unsere Zwecke – und missbrauchen es wohl auch. Wir könnten ja versuchen, auch Gott und seine Lebenskraft für uns einzuspannen. Deshalb bleiben wir darauf angewiesen, dass andere ihre guten Beziehungen für uns einsetzen. Wie auch andere Menschen darauf warten, dass wir durch unser Beten ihnen den Weg zu Gott ermöglichen.

Warum fängt der Weg zur himmlischen Kraft mit sehr irdischen Kniebeugen an? Die Betonung – zumal an zwei Sonntagen nacheinander ist doch auffällig.
Es geht um Demut.
Darin kann ein Schuldbekenntnis stecken wie beim berühmten Kniefall von Willy Brandt am Mahnmal des Warschauer Ghettos. In der Regel handelt es sich aber um die nüchterne Anerkenntnis, dass es etwas gibt, das größer ist, als ich selbst. Wer niederkniet gibt zu erkennen: So hoch hinaus ich auch gekommen sein mag, ich bin dem Höchsten gegenüber klein und ohnmächtig. Jeder Kniefall ist deshalb eine Zumutung an das Selbstbild des mündigen Menschen. Der Weg zum Licht Gottes, zur Kraft Gottes, zur Fülle Gottes beginnt auf den Knien.

V. Der innere Mensch
Ich „bitte ihn, dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist am inneren Menschen, so dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.“

Was auf den Knien anfängt, soll die Herzen erreichen.
Die Rede vom inneren, vom inwendigen Menschen ist uns allerdings fremd geworden. Die Veräußerlichung unserer Zeit zeigt sich in nichts deutlicher als darin, dass die Rede vom inneren Menschen auszusterben droht.
Der Mensch, der im Glauben entsteht, der im Gegenüber zu Gott Bestand hat, hat keine Konjunktur. Denn alles muss machbar sein.
Was zählt, muss sich vorzeigen lassen. Und wer das Innere so wichtig nimmt wie das Äußere, muss auch die Beschäftigung mit seinem Inneren als Leistung nachweisen können: durch Meditationskurse oder psychotherapeutische Sitzungen muss er belegen, wie weit er es mit dem inneren Menschen gebracht hat.
Der überwundene Burnout muss attestiert sein. Auch dass esoterische Bücher meterweise die Regalwände füllen, ändert nichts daran, dass der inwendige Mensch zu den bedrohten Arten in unserer veräußerlichten Welt gehört.

Nicht darum geht es, dass wir in pausenloser Ich-Umkreisung unser inneres Ich zu optimieren versuchen.
Nicht darum geht es, dass wir mit immer neuen Techniken unsere Innenwelt zum besseren Funktionieren bringen. Es geht darum, dass wir unser Herz für Gott öffnen, das Licht für unser Leben aus Gottes Sonne hervorgehen lassen, der Wahrheit über unser Leben Raum geben, die wir uns nicht selber sagen können.

Der innere Mensch braucht dazu zunächst eine Stärkung.
Mein zerbrechliches menschliches Herz soll dem großen Gott Raum geben? Das geschieht, wie der Text sagt, durch das Wirken des Geistes. Und so gestärkt zieht durch Christus Gottes Fülle in Dein Herz ein und mit ihm alle Liebe und mit ihm alle Erkenntnis.
„Liebe“ und „Erkenntnis“. Eigentlich erstaunlich, dass ausgerechnet diese beiden Stichworte dazu dienen, um die Herzensbesetzung durch Gottes Kraft zu beschreiben.
Ich vermute es geht dabei bestimmt nicht um intellektuelle Höchstleistungen oder leidenschaftliche Gefühlswallungen.

Von hier oben wird es vielleicht verständlicher:
Durch die himmlische Liebe sind Menschen mit allem, was ist, verbunden und sei es noch so irdisch.
Durch die himmlische Erkenntnis können Menschen alles, was ist, verstehen und sei es noch so geheimnisvoll.
Wenn Christus in Dein Herz zieht, gewinnst Du Anteil an der alles umfassenden Liebe und an der alles umgreifenden Weisheit Gottes.

VI. Die Breite und Länge und Höhe und Tiefe loben
Am kommenden Pfingstsonntag werden wir wieder mit der Gemeinde in der Inselkirche Gottesdienst feiern. Aber wir dürfen nicht singen. Auch nicht mit 1,50 Abstand.
Warum das schwierig ist? Weil das Singen in der Kirche eine schöne Tradition ist? Weil die Gesangbücher sonst verstauben? Weil Singen in Gemeinschaft Freude macht?

Vielleicht auch. Aber eigentlich, weil das Lob Gottes das Ziel ist. „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“.
Dem aber, der überschwänglich mehr tun kann als alles, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! So schließt der Text.

Das ist das Ziel der Schöpfung, der Sinn unseres Lebens, der Inhalt jedes Atemzugs: „Halleluja!“. Lobt Gott! Feiert den Sonntag und das Leben.
Wenn wir alle Dimensionen durchschritten haben, wenn wir auch nur ganz von Ferne von der himmlischen Kraft berührt werden, dann ahnen wir: Gott kann „überschwänglich mehr tun als alles, was wir bitten oder verstehen.“
Wir sollen durchaus etwas tun, aber Gott tut viel mehr.
Wir können durchaus viel verstehen, aber Gottes Wahrheit ist unendlich viel größer. Im Lobgesang überlassen wir Menschen uns dieser Unendlichkeit.

Mit gebeugten Knien der harten Erde verhaftet, im zerbrechlichen Herzen mit Gottes Kraft angefüllt,
geraten wir Menschen in Dimensionen, die alle irdischen Grenzen übersteigen. Und wir begreifen, wie der Text es genau formuliert, was diesseits und was jenseits des irdischen Raumes ist, begreifen das Endliche und das Unendliche, „die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe.“

So gebe die Fülle des Geistes Gottes unserem Leben
heute und hier die Tiefe, die trägt,
die Erleuchtung, die unser Leben hell macht
und die Kraft, auch das Morgen anzunehmen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserm Herrn. Amen.

Lied: EG 501, 1-3 Wie lieblich ist der Maien

1. Wie lieblich ist der Maien / aus lauter Gottesgüt, / des sich die Menschen freuen, / weil alles grünt und blüht. / Die Tier sieht man jetzt springen / mit Lust auf grüner Weid, / die Vöglein hört man singen, / die loben Gott mit Freud.
2. Herr, dir sei Lob und Ehre / für solche Gaben dein! / Die Blüt zur Frucht vermehre, / lass sie ersprießlich sein. / Es steht in deinen Händen, / dein Macht und Güt ist groß; / drum wollst du von uns wenden / Mehltau, Frost, Reif und Schloß' (=Hagel).
3. Herr, lass die Sonne blicken / ins finstre Herze mein, / damit sich's möge schicken, / fröhlich im Geist zu sein, / die größte Lust zu haben / allein an deinem Wort, / das mich im Kreuz kann laben / und weist des Himmels Pfort.

Vaterunser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig,
Gott erhebe sein Angesicht auf dich
+ und gebe dir und durch dich seinen Frieden.
Amen.

Musik zum Ausgang (Csárdás von Emil Cossetto)

Ein Lied zum Sonntag Exaudi, ein Lied für diese Zeit

Singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen
Unter diesem Motto, wo der Gesang zur Ehre Gottes verstummt ja verboten ist, dachte
ich mir, schreibe ich jede Woche etwas zu einem Lied. Denn Lieder können so tröstliche
Begleiter sein und Halt geben in schwierigen und ungewissen Zeiten.. Also lassen Sie sich
begleiten von „Weil der Himmel bei uns wohnt.“
Eines der neueren Lieder, das auch ich mir erst noch einmal im Internet angehört habe,
nachdem ich es aus dem Gottesdienst der Inselkirche aufgegriffen habe.
Wenn Glaube bei uns einzieht,
öffnet sich der Horizont.
Wir fangen an zu Leben,
weil der Himmel bei uns wohnt.
Wenn Liebe bei uns einzieht,
öffnet sich der Horizont.
Wir fangen an zu Leben,
weil der Himmel bei uns wohnt.
Wenn Hoffnung bei uns einzieht,
öffnet sich der Horizont.
Wir fangen an zu Leben,
weil der Himmel bei uns wohnt.
Ein Lied, dass obwohl es sehr schlicht gemacht ist, doch verzaubern kann. Es greift
Elemente aus dem hohen Lied der Liebe auf: Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei mögen
bleiben, so bittet das hohe Lied der Liebe.
Alles drei Dinge, die wir nicht selbst herstellen oder erhalten können, sie müssen uns
geschenkt werden oder sie müssen bei uns Einzug halten, Raum finden in unserem
Herzen. Oft ist unser Gemüt verschlossen dafür, Sorgen und Ängste gerade in dieser
ungewissen Zeit halten uns gefangen.
Doch ab und zu, vielleicht beim Hören dieses Liedes, bekommen wir auf einmal eine
Ahnung, dass da etwas oder jemand größer und mächtiger ist, als dieses kleine Virus, das
momentan unser Leben so bestimmt. Und geben wir dieser Ahnung Raum, so hebt sich
für einen Moment der Schleier, der uns von der Ewigkeit trennt oder es öffnet sich der
Horizont und wir bekommen einen weiteren Blick.
In diesen Augenblicken wohnt der Himmel bei uns, ist uns Gott ganz nah.
Ich wünsche uns in dieser Woche viele Blicke zum Horizont.


Kommen Sie gut durch diese Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund
Und singen Sie alleine
und im Geiste verbunden mit anderen.
Ihre Barbara Groote